Konrad
Wohnturm und Hotel
Hamburg St. Georg

  • Bauherr: PATRIZIA Deutschland GmbH (LP 1-4), ABG Allgemeine Bauträgergesellschaft mbH & Co. (LP 5)
  • Architekt: Störmer Murphy and Partners GbR
  • 18-geschossiges Wohnhaus und 8-geschossiges Hotel,
    270 Hotelzimmer
  • 3 Untergeschosse mit gemeinsamer Tiefgaragennutzung und baulicher Realteilung
  • Nutzung einer vorhandenen Baugrube
  • BGF: ca. 32.000 m²
    Bauzeit: 2016 - 2018
    Baukosten: ca. 65 Mio. Euro
  • Unsere Leistung: Tragwerksplanung LP 1-4, Tragwerksplanung Sanierung Baugrube LP 1-4

Hoch hinaus in St. Georg.

Die Adenauerallee ist eine der Hauptachsen im Stadtzentrum Hamburgs. Sie führt vom Hauptbahnhof bis zum Bahnknotenpunkt Berliner Tor. In zentraler Lage wachsen hier aus einer bereits vorhandenen Baugrube zwei Bauwerke: ein 8-geschossiges Hotel und ein 18-geschossiges Wohnhaus. Beide stehen auf gemeinsam genutzten Untergeschossen mit Tiefgarage.

Wohnturm und Hotel richten sich mit ihren Gebäudehöhen an den umliegenden Hochhäusern aus. Durch die Staffelung der Höhen des Wohnturms mit bis zu 58 Metern über Straßenniveau und das niedrigere Hotelgebäude wird ein harmonischer Übergang zur dahinterliegenden Bebauung im Quartier St. Georg geschaffen.

Geprägt wird das Gesamtensemble durch die 14-geschossige und bis zu 6 Meter weite Auskragung des Wohnturms zur Adenauerallee hin - eine tragwerksplanerische Herausforderung. Die Auskragung kann über Stahlbeton-Wandscheiben so zurückgehangen werden, dass weder der architektonische Entwurf noch die Nutzung eingeschränkt sind.

Auch im Hotelgebäude waren einige tragwerksplanerische Kniffe erforderlich, damit im Erdgeschoss stützenfreie Räume entstehen konnten, die hier für die geplante halböffentliche Nutzung erforderlich sind.

Der gesamte Entwurf wurde eingepasst in eine schon vorhandene Baugrube, die für ein völlig anderes Bauvorhaben bereits 8 Jahre zuvor erstellt wurde, seit dem aber ungenutzt blieb. Trotz der komplexen Geometrie mit vielen Vor- und Rücksprüngen und der sehr hohen Belastung aus direkt angrenzenden Bauwerken konnte die Baugrubenkonstruktion ohne größere Aufwendungen saniert und reaktiviert werden.