KONRAD - Adenauerallee
Wohnturm und Hotel
Hamburg St. Georg

  • Bauherr: PATRIZIA Deutschland GmbH (LP 1-4), ABG Allgemeine Bauträgergesellschaft mbH & Co. (LP 5-8)
  • Architekt: Störmer Murphy and Partners GbR
  • 19-geschossiges Wohnhaus und 9-geschossiges Hotel,
    270 Hotelzimmer
  • Sechs Meter große Auskragung des Wohnturms
  • 2 Untergeschosse mit gemeinsamer Tiefgaragennutzung und baulicher Realteilung
  • Schwingungtechnische Entkopplung
  • Messtechnische Begleitung während der Ausführung
  • BGF: ca. 30.000 m²
    Bauzeit: 2016 - 2019
    Baukosten: ca. 60 Mio. Euro
  • Unsere Leistung: Tragwerksplanung LP 1-4, inkl. Sanierung Baugrube

Hoch hinaus in St. Georg.

Die Adenauerallee ist eine der Hauptachsen im Stadtzentrum Hamburgs. Sie führt vom Hauptbahnhof bis zum Bahnknotenpunkt Berliner Tor. In zentraler Lage wachsen hier aus einer bereits vorhandenen Baugrube zwei Bauwerke: ein 8-geschossiges Hotel und ein 18-geschossiges Wohnhaus. Beide stehen auf gemeinsam genutzten Untergeschossen mit Tiefgarage.

Wohnturm und Hotel richten sich mit ihren Gebäudehöhen an den umliegenden Hochhäusern aus. Durch die Staffelung der Höhen des Wohnturms mit bis zu 58 Metern über Straßenniveau und das niedrigere Hotelgebäude wird ein harmonischer Übergang zur dahinterliegenden Bebauung im Quartier St. Georg geschaffen.

Geprägt wird das Gesamtensemble durch die 14-geschossige und bis zu 6 Meter weite Auskragung des Wohnturms zur Adenauerallee hin - eine tragwerksplanerische Herausforderung.

Die Auskragung wird über Stahlbeton-Wandscheiben zurückgehangen, so dass weder der architektonische Entwurf noch die Nutzung eingeschränkt sind. Auch im Hotelgebäude waren einige tragwerksplanerische Kniffe erforderlich. Im Erdgeschoss konnten so die für die halböffentliche Nutzung erforderlichen stützenfreien Räume entstehen.

Damit die Erschütterungen der direkt angrenzenden U-Bahn-Linien die Nutzer von Wohnungen und Hotel nicht stören, wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fachplaner unter Optimierung der Gründung die beiden Gebäude horizontal über Elastomermatten - abgestuft entsprechend der errechneten Sohlpressung - entkoppelt. Die erschütterungstechnischen Messungen nach der Fertigstellung bestätigen die Ergebnisse der Berechnungen.